Mercedes-Benz auf der Retro Classics 2014

13. März 2014 bis 16. März 2014
  • Mercedes-Benz Classic präsentiert in Halle 7 der Messe Stuttgart Sternstunden der DTM-Geschichte
  • Starke Präsenz von Unternehmen und Markenclubs auf der süddeutschen Leitmesse für automobile Klassik
  • Faszinierender Dialog zwischen Wettbewerbsfahrzeugen und Spitzenmodellen der C-Klasse von Mercedes-AMG
4.3.2014. 120 Jahre Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz sind zugleich zwölf Jahrzehnte lebendige Innovationskultur für Serienautomobile durch starke Impulse aus der Rennsporttechnik. Wie wichtig dieser intensive und faszinierende Dialog zwischen den Wettbewerbsfahrzeugen und den Serienautomobilen der Stuttgarter Marke auch in der jüngeren Geschichte des Motorsports ist, zeigt Mercedes-Benz mit einer hochrangigen Präsentation auf der diesjährigen Fachmesse Retro Classics in Stuttgart:
Den AMG-Spitzenmodellen von vier Generationen der C-Klasse stehen die jeweiligen C-Klasse Rennsport-Tourenwagen gegenüber, mit denen Mercedes-Benz in der DTM erfolgreich war. Zusammen mit der Traditionssparte des ältesten Automobilherstellers der Welt präsentieren sich auch die Mercedes-Benz Markenclubs mit einem gemeinsamen Auftritt in Halle 7 der Stuttgarter Messe.
Mercedes-Benz Classic erzählt auf der 14. Retro Classics vom 13. bis 16. März 2014 ein glänzendes Kapitel aus 120 Jahren Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke: Die Historie der Mercedes-Benz C-Klasse in der DTM steht im Mittelpunkt des 900 Quadratmeter großen Messestandes in Halle 7 der Messe Stuttgart. Dabei entwickelt sich ein spannender Dialog zwischen vier Rennsport-Tourenwagen der verschiedenen Generationen und den jeweiligen Spitzenmodellen der Serien-Baureihen W 201 („190er“) sowie W 202, W 203 und W 204 (C-Klasse). Für die Fortsetzung dieser Tradition steht die neue C-Klasse der Baureihe 205 und das DTM Mercedes AMG C-Klasse Coupé der Saison 2014.
Mercedes-Benz DTM-Rennfahrer wie Roland Asch, Ellen Lohr, Paul di Resta, Bernd Schneider und Christian Vietoris werden voraussichtlich als Markenbotschafter am Stand präsent sein. Sie geben in Interviews und Gesprächsrunden außergewöhnlich authentische Einblicke in diese so spannende wie erfolgreiche Facette der Mercedes-Benz Rennsportgeschichte.
Erfolgsmodell aus Stuttgart mit internationaler Strahlkraft
Seit die Retro Classics 2001 erstmals von Karl Ulrich Herrmann ausgerichtet wurde, hat sich die erfolgreiche Messe kontinuierlich weiterentwickelt. Zur Retro Classic 2014 werden mehr als 1.300 Aussteller mit über 3.000 Fahrzeugen erwartet, die zusammen ein umfassendes Kaleidoskop von Fahrzeuggeschichte und Mobilitätskultur zeigen. Darunter bilden Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz traditionell einen Schwerpunkt in diesem Konzert der Marken, Epochen und Fahrzeugkonzepte, mit dem die Retro Classics die ganze Vielfalt der Automobilgeschichte abbildet.
Die Retro Classics 2014 öffnet am 13. März (Donnerstag) mit einem Presse- und Fachbesuchertag sowie dem Preview von 15 Uhr bis 19 Uhr. Am 14. März (Freitag) ist die Messe von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet, am Wochenende (15. März, Samstag, und 16. März, Sonntag) jeweils von 9 Uhr bis 18 Uhr. Neben klassischen Automobilen und jungen Klassikern gehören auch historische Motorzweiräder, Dienstleistung rund um das Thema Oldtimer, Modellautos und Ersatzteile zum Spektrum der Retro Classics. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.retro-classics.de.
Faszination DTM mit Mercedes-Benz
Am Stand von Mercedes-Benz steht auf der 14. Retro Classics alles im Zeichen der DTM-Historie und der Ausstrahlung dieser Erfolgsgeschichte aus dem Kaleidoskop von 120 Jahren Motorsport von Mercedes-Benz auf die sportlichen Topmodelle der Serienfertigung.
Mercedes-Benz steigt 1988 mit dem Typ 190 E 2.3‑16 (W 201) in die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft ein. Seither ist die Marke kontinuierlich in dieser Serie aktiv, die bis 1996 in der ursprünglichen Form ausgetragen wird und im Jahr 2000 als heutige Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) neu aufgelegt wird. Seit 1994 startet Mercedes-Benz mit Rennsport-Tourenwagen in der DTM, die von der jeweils aktuellen C-Klasse abgeleitet sind.
In dieser Zeit sichert sich Mercedes-Benz in der Fahrerwertung 9 Meistertitel (Klaus Ludwig 1992 und 1994, Bernd Schneider 1995, 2000, 2001, 2003 und 2006; Gary Paffett 2005; Paul di Resta 2010), 17 Vizetitel (Volker Weidler 1986; Roland Asch 1988 und 1993; Klaus Ludwig 1991; Kurt Thiim 1992; Jörg van Ommen 1994 und 1995; Bernd Schneider 1996; Uwe Alzen 2001; Bernd Schneider 2002; Christijan Albers 2003; Gary Paffett 2004; 2009, 2010 und 2012; Bruno Spengler 2006 und 2007; Paul di Resta 2008) und elf 3. Plätze (Kurt Thiim 1990; Bernd Schneider 1992 und 1993; Klaus Ludwig 2000; Peter Dumbreck 2001; Marcel Fässler 2003; Christijan Albers 2004; Paul di Resta 2009; Bruno Spengler 2010 und 2011; Jamie Green 2012). Dazu kommen 13 Markenmeisterschaften in den Jahren 1991, 1992, 1994, 1995, 2000 bis 2003, 2005, 2006 und 2008 bis 2010.
Innovationstransfer zwischen Rennsport und Serie
Während die Mercedes-Benz Rennfahrer Höchstleistungen auf dem Rundkurs erbringen, entwickeln die Ingenieure Serienautomobile, die ebenfalls Maßstäbe hinsichtlich Leistung und Sportlichkeit setzen. Besonders deutlich wird diese faszinierende Parallelführung zwischen der Geschichte der C-Klasse und der Historie des Tourenwagensports in der Baureihe 201. So sind die ersten DTM-Fahrzeuge, mit denen zunächst Privatteams Erfolg haben, noch eng mit den Serienfahrzeugen verwandt.
Von 1986 an startet der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16, zunächst mit Privatfahrern, in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, ab 1989 wird er vom Typ 190 E 2.5-16 Evolution (kurz: EVO I) abgelöst. Beide Typen gibt es als Serien- und als Wettbewerbsfahrzeug. Von der Baureihe 202 an sind die Top-Serienmodelle der nun als C-Klasse bezeichneten Baureihenfamilie am Kürzel AMG in der Typbezeichnung zu erkennen. Diese drei Buchstaben stehen für die Performance-Marke von Mercedes-Benz, ursprünglich als Ingenieurbüro von Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher gegründet.
Von den Serienfahrzeugen unterscheiden sich die Wettbewerbsfahrzeuge mit der Zeit immer ausgeprägter. Das wird schon in der Baureihe 202 deutlich, der ersten Mercedes-Benz C-Klasse. Die C-Klasse Rennsport-Tourenwagen dieser Ära entwickeln sich in der DTM und der Internationalen Tourenwagen-Meisterschaft (ITC) bis 1996 immer stärker zu sogenannten Silhouette-Cars. So heißen Rennfahrzeuge, deren Design sich stark an der Form der Serie orientiert, die Technik allerdings deutliche Unterschiede zu den Hochleistungs-Personenwagen aufweist. So haben sie unter anderem eine Leichtbau-Karosserie über dem tragenden Rohrrahmen statt einer selbsttragenden Karosserie. Dieses Konzept wird in jenen Fahrzeugen weiterentwickelt, mit denen Mercedes-Benz von 2000 an in den Deutschen Tourenwagen-Masters startet.
Je eines der besonders sportlichen und leistungsfähigen Serienfahrzeuge steht auf dem Messestand dem entsprechenden Rennsport-Tourenwagen gegenüber – darunter drei DTM-Meisterschaftsfahrzeuge. Diese einmalige Präsentation mit insgesamt acht Fahrzeugen aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic sowie zwei aktuellen Fahrzeugen gehört zu den Höhepunkten der Retro Classics – ein „magischer Moment“ im Zeichen von 120 Jahren Mercedes-Benz Motorsportgeschichte.
Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic auf der Retro Classics 2014
Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 (W 201)
1983 stellt Mercedes-Benz das Spitzenmodell in der Kompaktklasse der Baureihe 201 vor: Dank eines neu konstruierten Zylinderkopfes mit Vierventiltechnik und weiteren Maßnahmen entwickelt der Vierzylindermotor des Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 beeindruckende 136 kW (185 PS). Die sportliche Limousine zeigt ihre Leistung schon äußerlich durch einen Spoiler auf dem Heckdeckel und Sonderlackierungen in Blauschwarz oder Rauchsilber. Die Höchstgeschwindigkeit des Serienfahrzeugs, das 1984 auf den Markt kommt, liegt bei bis zu 230 km/h. Zu seiner Präsentation auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main im Herbst 1983 bringt der 190 E 2.3-16 bereits erste sportliche Erfolge mit: Drei seriennahe Fahrzeuge der Hochleistungslimousine haben bei Rekordfahrten auf dem Rundkurs im süditalienischen Nardò Langstreckenweltrekorde über 25.000 Kilometer, 25.000 Meilen und 50.000 Kilometer mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von nahezu 250 km/h aufgestellt.
Technische Daten Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 (W 201)
Produktionszeitraum: 1984 bis 1988
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.299 Kubikzentimeter
Leistung: 136 kW (185 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 230 km/h
Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 Rennsport-Tourenwagen, Gruppe A
Nach ersten Erfolgen von Privatteams mit dem 190 E 2.3-16 in der DTM engagiert sich Mercedes-Benz ab der Saison 1988 offiziell als Hersteller im Tourenwagensport. Die vom Werk unterstützten Mannschaften starten mit dem entsprechend dem Reglement der Gruppe A aufgebauten Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen 190 E 2.3-16 in der DTM. Der Vierventilmotor ist vom M 102 des Serientyps abgeleitet, im Wettbewerbsfahrzeug leistet er allerdings rund 221 kW (300 PS) bei 9.000/min. Die Mercedes-Benz Teams starten 1988 und 1989 mit dem 190 E 2.3-16; bereits in der Saison 1989 wird der Rennsport-Tourenwagen dann von seinem Nachfolger 190 E 2.5-16 Evolution in der DTM abgelöst.
Technische Daten Mercedes-Benz Rennsport-Tourenwagen 190 E 2.3-16 (W 201)
DTM-Einsatz: 1988-1989
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.299 Kubikzentimeter
Leistung: 221 kW (300 PS)
Höchstgeschwindigkeit: über 260 km/h
Mercedes-Benz C 36 AMG (W 202)
Der Typ C 36 AMG, den Mercedes-Benz im September 1993 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main vorstellt, ist das erste AMG-Modell, das von Mercedes-Benz und AMG im Rahmen des 1990 abgeschlossenen Kooperationsvertrags gemeinsam entwickelt wurde. Von den regulären C-Klasse Typen unterscheidet sich die Hochleistungslimousine auch dadurch, dass der Hubraum in der Typbezeichnung mit einer zweistelligen Zahl statt dem bei Mercedes-Benz üblichen dreistelligen Code abgekürzt wird. Den Spitzentyp der Baureihe 202 treibt ein 206 kW (280 PS) starker 3,6-Liter-Sechszylindermotor mit Vierventiltechnik an. Der Motor ist bei AMG aus dem bewährten 3,2-Liter-Motor entwickelt worden, der auch im E 320 der Baureihe 124 zum Einsatz kommt. Die Serienproduktion des C 36 AMG läuft Anfang 1994 an.
Technische Daten Mercedes-Benz C 36 AMG (W 202)
Produktionszeitraum: 1993-1997
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 3.606 Kubikzentimeter
Leistung: 206 kW (280 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)
AMG-Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 202)
1994 gehen die Mercedes-Benz Mannschaften in der DTM mit einem neuen Rennsport-Tourenwagen auf Basis der C-Klasse Limousine W 202 an den Start. Unter der Karosserie des Fahrzeugs verbirgt sich jedoch reinrassige Renntechnik: Als Antrieb wählen die Ingenieure bei AMG einen V6-Motor, der aus dem 4,2-Liter-V8-Aggregat M 119 entwickelt wird. So entsteht der Motor M 106, der mit einer ebenfalls neu entwickelten Kurbelwelle die vorgeschriebene Hubraumbegrenzung von 2.500 Kubikzentimetern entsprechend dem Reglement der Klasse 1 einhält. Das bis zu 13.000/min drehende Aggregat überträgt seine Leistung durch ein sequenziell schaltbares Getriebe. Mit dem Boliden der Baureihe 202 wird Klaus Ludwig 1994 Deutscher Tourenwagen-Meister.
Technische Daten AMG-Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 202)
DTM-Einsatz: 1994-1996
Zylinder: V6
Hubraum: 2.499 Kubikzentimeter
Leistung: 324 kW (440 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h
Mercedes-Benz C 55 AMG (W 203)
Mit Sechszylindertechnik in der Kompaktklasse begeistern die Mercedes-Benz Ingenieure bereits im W 201, als sie 1986 den Typ 190 E 2.6 präsentieren. Der C 43 AMG, der als Nachfolger des C 36 AMG und als neues Topmodell der Baureihe 202 fungiert, ist die erste C-Klasse mit einem Achtzylindermotor. Der 2004 eingeführte 270 kW (367 PS) starke C 55 AMG der Nachfolgebaureihe 203 lässt die C-Klasse in die Leistungsdimensionen reinrassiger Sportwagen vorstoßen, aus dem Stand beschleunigt er in 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Seine herausragende Rolle macht das neue Spitzenmodell der C-Klasse auch durch ein eigenständiges Front-Design und einen um rund 80 Millimeter verlängerten Vorbau deutlich.
Technische Daten Mercedes-Benz C 55 AMG (W 203)
Produktionszeitraum: 2004-2007
Zylinder: V8
Hubraum: 5.439 Kubikzentimeter
Leistung: 270 kW (367 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)
AMG Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 203)
Nachdem in der Saison 2000 die neue DTM unter dem Titel „Deutsche Tourenwagen-Masters“ ins Leben gerufen wird, starten die Teams zunächst mit Silhouette-Fahrzeugen auf Basis zweitüriger Coupés. Ab 2004 kommen wieder viertürige Limousinen zum Einsatz, und der AMG-Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen auf Basis der Baureihe W 203 geht an den Start. Das Wettbewerbsfahrzeug hat einen tragenden Gitterrohrrahmen mit Dach und Seitenwänden aus Stahl, in den die Sicherheitszelle für den Fahrer eingebaut ist. Äußere Verkleidungs- und Anbauteile sind aus leichtem und widerstandsfähigem Carbon-Kunststoff gefertigt. Angetrieben wird der neue Rennsport-Tourenwagen von dem V8-Motor, der sich bereits seit 2000 im DTM-Fahrzeug auf Basis des CLK bewährt hat. Für die Saison 2005 wird der C-Klasse Rennsport-Tourenwagen weiter optimiert; unter anderem sinkt das Gesamtgewicht um 30 Kilogramm und die Karosserielänge und der Radstand wachsen. Auf diesem Fahrzeug gewinnt Gary Paffett 2005 den Fahrertitel der DTM.
Technische Daten AMG Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 203)
DTM-Einsatz: 2004-2007
Zylinder: V8
Hubraum: 4.000 Kubikzentimeter
Leistung: 346 kW (470 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
Mercedes-Benz C 63 AMG (W 204)
Mit dem Slogan „Eine C-Klasse wie noch nie“ stellt Mercedes-Benz im Herbst 2007 das Spitzenmodell der neuen C-Klasse (W 204) vor, den C 63 AMG. Das Topmodell wird von dem 336 kW (457 PS) starken 6,2-Liter-V8-Motor angetrieben. Aus dem Stand beschleunigt das Fahrzeug in 4,5 Sekunden auf 100 km/h. In seinem Design unterscheidet sich das Achtzylinder-Topmodell noch stärker als bisher von der Serienanmutung der C-Klasse. Dazu tragen eine Motorhaube mit Powerdomes, der eigenständige Kühlergrill von AMG, ausgestellte vordere Kotflügel, eine AMG Heckschürze mit schwarzem Diffusoreinsatz, die AMG Sport-Abgasanlage mit zwei verchromten Doppelendrohren sowie die AMG Abrisskante bei.
Technische Daten Mercedes-Benz C 63 AMG (W 204)
Produktionszeitraum: 2007-2013
Zylinder: V8
Hubraum: 6.208 Kubikzentimeter
Leistung: 336 kW (457 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)
AMG Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 204)
2007 präsentiert Mercedes-Benz zusammen mit der neuen C-Klasse der Baureihe 204 auch den entsprechenden Rennsport-Tourenwagen für die DTM. Auch wenn sich das DTM-Reglement gegenüber der Saison 2006 nicht ändert, ist der Aufwand für die Entwicklung des neuen Wettbewerbsfahrzeugs bei HWA hoch. In den folgenden Jahren wird das Fahrzeug optimiert, die engen Grenzen des Reglements lassen dabei jedoch nur die Arbeit an Details zu. Auch in der Saison 2010 startet Mercedes-Benz mit Fahrzeugen, deren technischer Stand weitgehend dem des Vorjahres entspricht. Dass aber die hochgenaue Abstimmung selbst feinster Parameter entscheidend für den Erfolg ist, zeigt Mercedes-Benz in dieser Saison mit einem Dreifachsieg in der Fahrerwertung, die Gary Paffett anführt.
Technische Daten AMG Mercedes C-Klasse Rennsport-Tourenwagen (W 204)
DTM-Einsatz: 2007-2010
Zylinder: V8
Hubraum: 4.000 Kubikzentimeter
Leistung: 368 kW (500 PS)
Höchstgeschwindigkeit: über 280 km/h
Die Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic auf der Retro Classics 2014
Roland Asch
Geboren am 12. Oktober 1950 in Altingen
Der gelernte Kraftfahrzeugmeister Roland Asch beginnt seine Rennsportkarriere zunächst als Hobby, feiert aber Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel des Deutschen Bergmeisters 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgt 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort wird er mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 des BMK-Teams 1988 Vizemeister. Dreimal gewinnt er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holt 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fährt er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen in der DTM ein. 1993 wird er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselt 1995 zu Ford in den Super Tourenwagen Cup. Als Markenbotschafter ist Roland Asch der Marke Mercedes-Benz bis heute eng verbunden.
Ellen Lohr
Geboren am 12. April 1965 in Mönchengladbach
Zum Motorsport kommt Ellen Lohr über den Kartsport, den sie von 1979 bis 1983 betreibt. Ihre größten Erfolge sind die Teilnahme bei der Kart-Junioren-Weltmeisterschaft sowie ein 1. Platz in der Nordwestdeutschen Kart-Landesmeisterschaft. Nach Rennen in der Deutschen Formel Ford 1600 (Deutsche Meisterin 1987), ersten Renneinsätzen in der DTM (BMW) und der Deutschen Formel-3-Meisterschaft mit VW 1989/90, verpflichtet sie das AMG-Mercedes Team für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Zur Saison 1995 wechselt sie zum Mercedes-Zakspeed Team und fährt 1996 im AMG-Mercedes Team Persson MS. Als erste und bisher einzige Frau konnte Lohr einen DTM-Sieg verbuchen, den sie im Mai 1992 beim Rennsportfestival in Hockenheim auf einem AMG-Mercedes 2.5-16 Evolution II erzielte. 1997 startet sie in der Truck-Racing-Europameisterschaft am Steuer eines Mercedes-Benz Renntrucks.  Danach ist Lohr noch in zahlreichen anderen Rennserien aktiv, seit 2005 auch bei der Rallye Paris–Dakar und seit 2012 wieder im Truck Racing.
Paul di Resta
Geboren am 16. April 1986 in Uphall, Schottland
Der schottische Rennfahrer beginnt seine Karriere ab 1994 im Kartsport. Im Jahr 2000 gewinnt er den Titel „McLaren-Mercedes Kart-Champion of the Future“. Von 2002 an startet er in der britischen Formel Renault und wechselt 2005 in die Formel-3-Euroserie, wo er 2006 Meister wird. Von der Saison 2007 an startet Paul di Resta für das Mercedes-Benz Team Persson Motorsport in der DTM. In seiner ersten DTM-Saison kommt di Resta mit insgesamt vier Podest-Platzierungen auf Platz 5 in der Gesamtwertung. 2008 startet di Resta für das Team HWA auf einer aktuellen DTM C-Klasse und kommt in der Gesamtwertung auf Platz 2. Unter anderem erzielt er zwei Siege (auf dem EuroSpeedway Lausitz und in Barcelona) und kommt bei insgesamt fünf Rennen auf Platz 2 ins Ziel. In seiner dritten Saison als Mercedes-Benz DTM-Rennfahrer für HWA wird di Resta Dritter der Gesamtwertung. Seinen größten Triumph bisher feiert der Schotte 2010 mit dem DTM-Meistertitel vor seinen Teamkollegen Gary Paffett und Bruno Spengler. Insgesamt gewinnt di Resta in diesem Jahr drei DTM-Läufe und kommt in vier Rennen auf Platz 2. Von 2011 bis 2013 startet di Resta in der Formel 1 für das Team Sahara Force India-Mercedes. In 58 Grands Prix erzielt er insgesamt 121 WM-Punkte. Zum Jahr 2014 kehrt der Champion von 2010 wieder in die DTM zurück und startet in einem DTM Mercedes AMG C-Klasse Coupé.
Bernd Schneider
Geboren am 20. Juli 1964 in St. Ingbert
Der fünffache DTM-Meister Bernd Schneider erzielt erste Erfolge im Rennsport bei Kartrennen und in der Formel 3, er startet auch in der Formel 1, bei den 24 Stunden von Le Mans und in der FIA-GT-Meisterschaft, die er im Jahr 1997 gewinnt. Die DTM wird zu jener Bühne, auf welcher der Rennfahrer seine glänzendsten Erfolge feiert: Schneider fährt seit 1992 für AMG-Mercedes und holt für das Team den Meistertitel der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft des Jahres 1995, nachdem er 1992 und 1993 jeweils Dritter der Gesamtwertung wird. Nach der Neuauflage der DTM als Deutsche Tourenwagen-Masters ab 2000 siegt Schneider in den Jahren 2000, 2001, 2003 und 2006. Hinzu kommt die Vizemeisterschaft im Jahr 2002. Bis heute ist Bernd Schneider der Marke Mercedes-Benz eng verbunden und fungiert als Testpilot und Markenbotschafter für die Marke mit dem Stern.
Christian Vietoris
Geboren am 1. April 1989 in Gerolstein

Christian Vietoris beginnt seine Motorsportkarriere 2000 im Alter von 11 Jahren im Kartsport, wo er zahlreiche frühe Erfolge einheimst. 2005 wechselt er als Förderkandidat der Formel BMW ADAC Meisterschaft in den Formelrennsport. 2006 gewinnt er die Formel BMW Deutschland und siegt sowohl im Weltfinale der Formel BMW in Valencia als auch in der Deutschen Post Speed Academy. 2007 und 2008 startet Vietoris erfolgreich in der Formel 3 und der damaligen A1GP-Serie. 2009 fährt Vietoris in der GP2 Asia, 2010 in der internationalen GP2-Serie. Er gewinnt unter anderem Rennen in Abu Dhabi (2009) sowie Monza (2010). Von 2011 an gehört Christian Vietoris zu den Mercedes-Benz Rennfahrern in der DTM. Auf AMG-Mercedes C-Klasse startet er in seiner Debütsaison für das Team Persson Motorsport und wechselt mit der Saison 2012 zu HWA. Für HWA erzielt Vietoris 2013 seine bisher beste DTM-Saison mit 3. Plätzen in Hockenheim, auf dem Lausitzring (Start von der Pole-Position), dem Norisring (schnellste Rennrunde) und dem Nürburgring. Er schließt die Saison 2013 auf dem 4. Platz des Gesamtklassements ab.