Neue Extreme-E-Rennserie vor dem Arctic X-Prix in Grönland

23.8.2021 Hannover. Die Extreme E gibt weiter Gas. Nach dem dramatischen Auftakt in Al-Ula, Saudi-Arabien und dem technisch anspruchsvollen Kurs an den Ufern des Lac Rosé im Senegal, startet die spektakuläre neue Offroad-Rennserie am 28. und 29. August im ewigen Eis Grönlands.

Ausgetragen werden die Rennen mit den vollelektronischen ODYSSEY 21 Boliden nahe Kangerlussuaq. Die Siedlung liegt rund 50 Kilometer nördlich des Polarkreises, am Ende des etwa 163 Kilometer langen gleichnamigen Fjords und ist der mit Abstand am weitesten im Inland gelegene Ort Grönlands.

Als Rennstrecke auserkoren wurde unter wissenschaftlicher Begleitung eine langgestreckte Sandbank aus Steinmehl, die über Jahre auf natürliche Weise vom Gletscher transportiert wurde. ProSieben MAXX und ran.de übertragen das Motorsportspektakel an beiden Tagen live.

Das Qualifying startet am Samstag ab 13:30 Uhr, das Semifinale am Sonntag ab 12:00 Uhr.

Die Entscheidung über den Arctic X-Prix fällt am Sonntag ab 18:00 Uhr.

Mit Spannung wird erwartet, welches der neun Teams die Zeit nach dem Saisonauftakt am besten genutzt und unter den schwierigen Bedingungen in Grönland am Ende die Nase vorn hat.

„Grönland ist in jeder Beziehung ein extremer Schauplatz für spektakulären Motorsport“, sagt Sandra Roslan, die bei Gründungspartner und Reifenausrüster Continental für das Projekt verantwortlich zeichnet. „Die lebensfeindlichen Rahmenbedingungen vor Ort werden das Material und alle Beteiligten auf eine äußerst harte Probe stellen. Gleichzeitig ist Grönland die Frontlinie des globalen Klimanotstandes. An keinem anderen Ort der Welt sind die beispiellosen Auswirkungen der globalen Erwärmung offensichtlicher. 600 Milliarden Tonnen Eis hat Grönland allein im vergangenen Jahr verloren.“

Im Wettstreit der Motorsportgiganten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen geht das Team Rosberg X Racing mit dem Rallyecross-Weltmeister Johan Kristoffersson und der ehemaligen australischen Rallye-Meisterin Molly Taylor als führend in der Gesamtwertung an den Start.

Nur 14 Punkte weniger haben Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb und Cristina Gutiérrez, Etappensiegerin der diesjährigen Rallye Dakar, von Lewis Hamiltons Team X44.

Mit 13 Punkten Abstand folgen auf der dritten Position Formel-1-Champion Jenson Button und Continental-Testpilotin Mikaela Åhlin-Kottulinsky. Alle anderen Teams liefern sich ein atemberaubendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Gerade einmal sieben Punkte trennen das viertplatzierte Team, Andretti United, vom aktuellen Schlusslicht Segi TV Chip Ganassi Racing, das an den vorangegangenen Rennwochenenden in Saudi-Arabien und im Senegal nur durch viel Pech bessere Platzierungen verpasste.

„Die Extreme-E-Rennserie ist ebenso spektakulär wie spannend“, sagt Sandra Roslan. „Die bisherigen Rennen steckten voller Überraschungen und haben gezeigt, dass jedes Team am Ende die Nase vorn haben kann. Das liegt nicht zuletzt daran, dass an den Austragungsorten noch nie zuvor Rennen gefahren wurden. Niemand kann auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Und die jeweiligen Strecken sind so extrem, dass es keine vergleichbaren Bedingungen an anderen Orten gibt, an denen man trainieren könnte. Deshalb gibt es auch für den Arctic X-Prix keine klaren Favoriten.“

Alle Teams starten mit auf den Namen ODYSSEY 21 getauften E-SUVs. Die außergewöhnlichen Fahrzeuge entsprechen mit einer Länge von 440 cm, einer Breite von 230 cm und einer Höhe von 186 cm zwar in etwa den Abmessungen handelsüblicher SUVs und auch der Radstand von 300 cm klingt nach Normalität.

Mit einem elektrischen Äquivalent von 544 PS sind die vom Rennsport-Hersteller Spark Racing Technology hergestellten Boliden allerdings echte Kraftpakete – und das bei einem Gewicht von nur 1.650 Kilogramm. Zum Vergleich: Durchschnittliche Rallye-Dakar-Fahrzeuge haben rund 300 PS und wiegen über zwei Tonnen.

Entsprechend eindrucksvoll sind die Beschleunigungswerte. Angetrieben von zwei Elektromotoren spurten die Power-Buggys in gerade einmal 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Auch eine Steigung von rund 55 Grad können die eSUV problemlos überwinden. Um so viel ungestüme Kraft in verschiedenen Klimazonen unter allen Umständen sicher auf die Piste zu bringen, vertrauen alle Teams der neuen Offroad-Rennserie auf den von Continental speziell für diese Einsätze entwickelten 37 Zoll großen Rennreifen CrossContact Extreme E.

1. Rosberg X Racing (Johan Kristoffersson / Molly Taylor) 71 Punkte
2. X44 (Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez) 57 Punkte
3. JBXE (Jenson Button / Mikaela Åhlin-Kottulinsky) 44 Punkte
4. Andretti United (Timmy Hansen / Catie Munnings) 37 Punkte
5. XITE ENERGY RACING (Oliver Bennett / Christine GZ) 37 Punkte
6. ACCIONA | Sainz XE Team (Carlos Sainz / Laia Sanz) 36 Punkte
7. ABT Cupra XE (Mattias Ekström / Claudia Hürtgen) 35 Punkte
8. Veloce Racing (Stéphane Sarrazin / Jamie Chadwick) 31 Punkte
9. Segi TV Chip Ganassi Racing (Kyle LeDuc / Sara Price) 30 Punkte

Continental CrossContact Extreme E-Reifen (Quelle: Continental AG)

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