Volkswagen bei zwei Trailrun-Abenteuern dabei

10.6.2016. Ultralauf ist in, vor allem das Abenteuer Trailrunning, bei dem es abseits asphaltierter Straßen oder Tartanbahnen über Stock und Stein geht, und zwar über riesige Distanzen. Zwei bedeutende Ultratrail-Ereignisse stehen in den nächsten Wochen an. Bei beiden ist Volkswagen auf höchst unterschiedliche Weise mit am Start.

Am kommenden Sonntag, 12. Juni, startet Denis Wischniewski in München – unterstützt von Volkswagen als Partner – ein phantastisches Projekt: Der 43-Jährige, Herausgeber der Fachzeitschrift „Trail Magazin”, will von München bis Istanbul laufen. „50 Marathons in 50 Tagen” lautet die Überschrift seines Vorhabens, das ihn auf einer Strecke von rund 2400 Kilometern und Tagesetappen von bis zu 56 Kilometern Länge durch Deutschland über die Alpen nach Österreich und Slowenien, durch Kroatien, Serbien, Bulgarien und schließlich das Schwarze Meer entlang bis in die Türkei führen soll.

Wischniewski läuft weitestgehend allein, begleitet wird er jedoch von zwei zu seinem Outdoor-Sport passenden Fahrzeugen von Volkswagen: dem Kompakt-SUV Tiguan und einem Multivan der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Das eine steuert sein Vater Kurt (67), der sich um die Logistik kümmert, darüber hinaus das nötige Lauf-Equipment (unter anderem zwölf Paar Schuhe) sowie die persönlichen Dinge von Station zu Station transportiert und unterwegs an den geplanten Verpflegungspunkten bereitsteht. Im anderen sitzt ein Filmteam, das den Traum des passionierten Trailrunners dokumentieren wird.

Zwischen dem 2. und 6. August will Wischniewski in Istanbul eintreffen. „Bis ins Kleinste geplant ist die Strecke nicht, viele Entscheidungen werden unterwegs getroffen. Den einen oder anderen Ruhetag muss es auch geben, um der Verletzungsgefahr vorzubeugen”, erklärt er. Wie er auf diese Wahnsinnsidee gekommen ist, erläutert Wischniewski so: „Laufen ist meine Leidenschaft, mein Lebensstil und mein Beruf. Somit sind diese 50 Tage, die ich mir vorgenommen habe, nicht nur ein Abenteuer, sondern meine Liebeserklärung an das Laufen. Mir geht es dabei um das Überwinden von Grenzen: physischen, psychischen, aber auch politischen. Es ist daher für mich kein Wettbewerb, sondern das alleinige Ziel ist, die Strecke zu schaffen.”

Trotz seiner Teilnahme an Ultratrails durch die Sahara, in Jordanien oder im Yukon weiß Denis Wischniewski, dass die Strecke, die er sich jetzt vorgenommen hat, ein Wagnis ist. Wer ihn auf seinem Weg im Auge behalten und seine Erlebnisse teilen will, der kann dies über die Sozialen Medien tun: www.facebook.de/muenchenistanbul. Los geht es für Wischniewski am Sonntag um 15.30 Uhr an der Thalkirchener Brücke in München, direkt auf den Isartrails.

Deutschlands größtes Trailrun-Event steigt indes am Wochenende des 17. bis 19. Juni in den deutsch-österreichischen Alpen: Dort wird der Zugspitz Ultratrail ausgetragen, bei dem über 2000 Athleten aus 49 Nationen auf fünf verschiedenen Strecken antreten. Darunter auch ein Rallye-Ass von Volkswagen: Andreas Mikkelsen, aktuell auf Platz zwei der WM Fahrerwertung hinter Teamkollege und Weltmeister Sébastien Ogier, tritt mit seinem Co-Piloten Anders Jaeger auf der längsten Distanz an. Er hat sich die 101,6-Kilometer-Strecke vorgenommen, bei der es rund 5500 Höhenmeter zu bewältigen gilt; Start ist am Samstagmorgen um 7.15 Uhr im bayerischen Grainau.

Der Volkswagen Werkspilot, der normalerweise in einem 318 PS starken Polo R WRC unterwegs ist, absolvierte bereits im vergangenen Jahr drei Etappen eines Transalpin-Laufs. Dennoch geht der 26-jährige Norweger den Zugspitz Ultratrail mit gehörigem Respekt an. „Das ist eine harte Aufgabe. Zum Glück ist Anders mit dabei, so können wir uns gegenseitig dabei helfen, ins Ziel zu kommen. Ich hoffe nicht, dass ich mich verletze oder Blasen bekomme, die das Laufen qualvoll machen. Wenn alles gut geht, dann sollte ich das Zeitlimit schaffen. Diese 100 Kilometer sind jedoch völliges Neuland für mich. Ich habe so etwas nie zuvor gemacht, das wird ein echtes Experiment werden.”