Volkswagen-CEO Ralf Brandstätter bei der Way to Zero-Convention

29.4.2021. Mit der ersten Way to Zero-Convention hat Volkswagen heute seine Pläne zur Dekarbonisierung des Unternehmens und seiner Produkte konkretisiert. Bis spätestens 2050 will das Unternehmen bilanziell klimaneutral sein.

Als neues Zwischenziel sollen die CO2-Emissionen pro Fahrzeug in Europa bis 2030 um 40 Prozent sinken – und das konzernweite Ziel von 30 Prozent deutlich übertreffen (Basis: 2018). Ein durchschnittlicher Volkswagen wird damit rund 17 Tonnen CO2 weniger emittieren. Neben einem beschleunigten Hochlauf der E-Mobilität sollen auch die Herstellung einschließlich der Lieferketten sowie der Betrieb von E-Autos bilanziell klimaneutral gemacht werden. Hinzu kommt das konsequente Recycling der Hochvoltbatterien alter E-Fahrzeuge.

Bei den ID. Modellen wird Volkswagen bereits in diesem Jahr weitere nachhaltige Bauteile einsetzen, darunter Batteriegehäuse und Felgen aus grünem Aluminium sowie emissionsarm produzierte Reifen. Über zehn Fokus-Bauteile kann die CO2-Bilanz der ID. Familie in den nächsten Jahren um rund zwei Tonnen pro Fahrzeug verbessert werden. Bei neuen Fahrzeugprojekten wird Volkswagen die CO2-Emissionen zu einem zentralen Vergabe-Kriterium für Zulieferer-Verträge machen. Gemeinsam mit den Zulieferern will das Unternehmen so die Klimabilanz sukzessive verbessern und für eine nachhaltige Lieferkette sorgen. Auch in der Eigenfertigung von Bauteilen verfolgt das Unternehmen über Volkswagen Group Components eine klare Dekarbonisierungs­strategie. So sollen die im Rahmen des Power Days angekündigten Gigafabriken zur Batteriezellfertigung vollständig mit Grünstrom versorgt werden.

Auch über das konsequente Batterie-Recycling, bei dem künftig mehr als 90 Prozent der Rohstoffe wiederverwertet werden können, sollen weitere CO2-Einsparungen erzielt werden. Das Ziel ist ein geschlossener Kreislauf für die Batterie und ihre Rohstoffe, den das Unternehmen konzernweit selbst in der Hand hat. In Salzgitter betreibt Volkswagen Group Components dazu bereits eine erste Recycling-Anlage.

Beschleunigter Hochlauf der E-Offensive

Im Zentrum des Way to Zero steht der beschleunigte Hochlauf der E-Offensive mit der neuen Markenstrategie ACCELERATE. Ziel ist die vollständige Elektrifizierung der Neuwagenflotte. Bis 2030 sollen mindestens 70 Prozent des Volkswagen Absatzes in Europa reine E-Autos sein, das entspricht deutlich über eine Million Fahrzeuge. Damit würde Volkswagen die Vorgaben des EU Green Deal deutlich übererfüllen. In Nordamerika und China soll der E-Auto-Anteil mindestens 50 Prozent betragen. Dazu bringt Volkswagen mindestens ein neues E-Auto pro Jahr auf den Markt. Mit dem ID.4 GTX hatte die Marke bereits am Vortag das nächste Modell der vollelektrischen ID. Familie vorgestellt.

Way to Zero-Convention für offenen Dialog von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

„Der ‚Way to Zero‘ ist unser Fahrplan für effektiven Klimaschutz, mit klaren, ambitionierten Meilensteinen. Wir übernehmen Verantwortung für die Umwelt. Der ‚Way to Zero‘ wird für uns aber auch ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Mitarbeiter, Kunden und Investoren werden in Zukunft Unternehmen den Vorzug geben, die ihre gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Nachhaltigkeit wird damit zum entscheidenden Faktor für den langfristigen unternehmerischen Erfolg,“ sagte Ralf Brandstätter. „Klar ist aber auch, Volkswagen kann die Dekarbonisierung der Mobilität nicht alleine leisten. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, innovativer Ideen und mutiger Investitionen.”

Mit der Way to Zero-Convention will Volkswagen den offenen Dialog zwischen Unternehmen, Politik und Gesellschaft fördern. An der ganztägigen Veranstaltung, die aufgrund von Corona komplett digital stattfand, waren neben Vertretern von Volkswagen auch mehr als 20 Teilnehmer aus Parteien, NGOs, Wissenschaft und anderen Unternehmen vertreten.

 

Volkswagen-CEO Ralf Brandstätter bei der Way to Zero-Convention (Quelle: Volkswagen AG)

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